Ein weiteres ganzes Jahr ist vorüber und natürlich waren wir als JUSO Schaffhausen nicht untätig, im Gegenteil.
Im November haben im Kanton Schaffhausen 7478 Menschen Ja zur Initiative für eine Zukunft gestimmt. Klingt nach viel, wenn ihr nicht wisst wieviele Nein gestimmt haben!
Für die Ifez haben wir tausende Flyer von Hand verteilt, dutzende Insta-Posts, Memes, Leserinnenbriefe verfasst, waren zwei mal im Radio um die Initiative zu verteidigen und einmal sogar im ältesten TV-Sender der Schweiz: Tele Diessenhofen. Trotzdem wollte die Stimmbevölkerung weder in Schaffhausen noch in der restlichen Schweiz etwas davon wissen, dass wir die Superreichen mal ein bisschen besteuern. Schade isses.
Im Sommer haben sich gut 200 FLINTA die Gassen Schaffhausens genommen und tausende Gründe aufgezählt, warum es den 14. Juni als Streiktag leider noch immer braucht.
Vor dem 1. Mai, an unserem Vorerstmaifest haben wir etwa 120 Vegi-Burger gebrutzelt, hunderte Liter Bier, Mate und weitere Flüssigkeiten ausgeschenkt und zu guter Musik getanzt. Denn auch das ist politisch, einen Ort zu schaffen, ohne Konsumzwang. Einen Ort, der auf extrem viel freiwilliger, unbezahlter Arbeit basiert, die für viele unsichtbar bleibt, hinter Pommes, Burger und Musik.
Über Ostern haben wir ein Osterlager mit den Sektionen Zürich, Graubünden und Luzern organisiert und mit rund 50 Genoss*innen Workshops besucht, gegessen, gechillt und Flunkyball gespielt. Klingt jetzt vielleicht nach einer mittelguten Kopie eines Schullagers, ist aber viel besser, ich versprechs euch.
Am 8. März des letzten Jahres haben wir eine Aktion organisiert, um aufzuzeigen, dass es im Kanton Schaffhausen Schutzplätze für Gewaltbetroffene FLINTA und Kinder bräuchte. Später an diesem Tag zogen wir wieder mit verbündeten FLINTA durch die Gassen, damit auch das verstaubte Schaffhausen uns und unsere Forderungen nach einer gerechten Gesellschaft endlich bemerkt.
Um diese Zeit im letzten Jahr haben wir zwei neue Vorstandsmitglieder gewählt, Natalie und Maxim. Ausserdem dürfen Julian und ich seit dem 1.1.2025 die JUSO, euch alle, im Schaffhauser Stadt und Kantonsparlament vertreten und es könnte uns keine grössere Ehre sein. Auf ein neues politisches Jahr, voller Memes, Aktionen, Flyer verteilen, feministisches tanzen und auch mehr Pause machen. Denn die Welt wird nicht gerechter, wenn wir ausbrennen.